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Was ist ein Wirtschaftsstrafverfahren?

Verfahren bei Verdacht von Verstößen gegen Wirtschaftsdelikte –Betrug, Untreue, Insolvenzverschleppung, Geldwäsche und viele andere, mittlerweile zahlreicher werdende und vom Gesetzgeber kontinuierlich verschärfte Straftatbestände.

Worin liegen die nötigen Grundlagen einer Verteidigung?

Wichtigste Grundlage:  Wirtschaftliche Kenntnisse und Erfahrungen. Nur wer die gesetzlichen Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung (GoB) kennt,  kann sicher abschätzen, wann eine Buchung einer Vermögensverschleierung dienen soll und eine strafbare Untreue bedeuten kann. Wer eine Überschuldung als bei der juristischen Person zwingender Insolvenzantragsgrund beurteilen soll, muss Jahresabschluss und Bilanz des Unternehmens (und die Grenzen von deren Aussagekraft) lesen und bewerten können.

Darüber hinaus wird das Wirtschaftsstrafrecht mehr und mehr geprägt davon, dass die faktischen Auswirkungen oftmals bereits des Ermittlungsverfahrens und die förmlichen Sanktionierungskonsequenzen (als nur vermeintliche „Nebenfolgen“) fast schon im Regelfall größere Verteidigungsaktivitäten erfordern als die drohende Sanktion selbst. Der Geschäftsführer, dem bei Einleitung eines wirtschaftsstrafrechtlichen Ermittlungsverfahrens im Zusammenhang mit seiner Tätigkeit trotz Unschuldsvermutung sofort Abberufung und Entlassung drohen, muss zunächst hiergegen im sozialen Sinn verteidigt werden.  Gleiches gilt für drohenden Rufschaden nach einer Durchsuchung seines Büros. Die frühe Verfahrenseinstellung gegen eine die Unschuldsvermutung bestehen lassende Geldauflage kann erstrebenswerter sein als der Freispruch im Gerichtsverfahren nach drei Jahren und vorheriger Abberufung. Den erfolgreichen Bauunternehmer drückt eine überschaubar ausgefallene Geldstrafe in einem Strafbefehl wegen Verkürzung von Sozialversicherungsbeiträgen möglicherweise nicht übermäßig – weiß er um die zwingende Konsequenz einer Eintragung im Schwarzarbeitsregister mit der Folge einer jahrelangen Sperrung für öffentliche Aufträge, muss er richtig beraten zwingend mit einem Einspruch dagegen vorgehen und jeden Schuldvorwurf bekämpfen.

Bei schweren Vorwürfen im Wirtschaftsstrafrecht „kippt“ diese Risikobetrachtung in vielen Fällen vollständig: Drohen Untersuchungshaft oder nicht mehr bewährungsfähige Haftstrafe, muss effektive Verteidigung sich vollständig fokussieren auf die Vermeidung dieser, die bürgerliche Existenz oftmals zerstörenden Eingriffe.

Besonders wichtig in der Praxis: Frühe Verteidigung, frühe Mitkontrolle, frühestmögliche Intervention sind effektiv. Der Verteidiger kann nicht immer in einem frühen Verfahrensstadium etwas erreichen- er muss es aber in jedem Fall versuchen, nach Definition des konkreten Verfahrensziels.

Gute Strafverteidigung findet weitaus früher statt als mit Robe im Gerichtssaal. Kriminalbeamte, Zollfahnder oder Staatsanwälte stellen im Wirtschaftsstrafverfahren oftmals die eigentlichen Richter im Sinne von vorentscheidenden Weichenstellern dar.

Wie verteidigt man im Wirtschaftsstrafverfahren?

Möglichst früh. Mit Blick auf die soziale Gesamtsituation, nicht auf einzelne Tatbestände. Oftmals leise, sofern nötig laut. Unter Berücksichtigung sozialer Interaktionen und verhaltenspsychologischer Grundsätze menschlicher Kommunikation, nicht holzschnittartig strafjuristisch aus Theorielehrbuch. Immer mit strenger strafrechtwissenschaftlicher Subsumtion, nach oftmals entscheidender Sachverhaltsaufklärung, nicht selten mit gebotener Sachverhaltsgestaltung in der Gegenwart.

Wir können diese besondere Art von Strafverteidigung.  Peter Wehn verteidigt in Wirtschaftsstrafverfahren seit mehr als zwei Jahrzehnten vor Behörden und Gerichten im gesamten Bundesgebiet. Ab und zu bildet er Strafverfolger fort, entscheidet mit für die Anwaltskammer über die Verleihung des Fachanwaltstitels für Strafrecht. Barbara Bischoff lehrt an Hochschulen zu strafrechtlicher Compliance, bildet Geldwäschebeauftragte von Banken aus und lehrt Steuerstrafrecht, ihr anwaltliches Tagesgeschäft liegt seit Jahren fast ausschließlich im Wirtschaftsstrafrecht und im Steuerstrafrecht. Ingo Minoggio verfügt über mehr als 30 Jahre Erfahrung im Wirtschaftsstrafrecht: In der Tagesarbeit als Strafverteidiger und Strafrechtsanwalt in besonders gewichtigen und besonders komplexen Verfahren, bei der Beratung von Unternehmen, mit vielen wirtschaftsstrafrechtlichen Veröffentlichungen auch in juristischen Standardwerken und vielen Lehrtätigkeiten.

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