Unsere Leistungen

Verteidigung im Steuerstrafverfahren und im Sozialversicherungsstrafverfahren

Wichtig ist zunächst der richtige Blick:

Was ist ein Steuerstrafverfahren? 

Ein Verfahren, in dem es von Anfang bis Ende untrennbar und gleichzeitig um zwei ganz verschiedene Elemente geht.

Ein Besteuerungsverfahren, weil der Staat davon ausgeht, vom Steuerbürger bislang zu wenig Steuern erhalten zu haben. Und gleichzeitig ein Strafverfahren, weil der Staat den Verdacht hat, dass der Steuerbürger ihn bislang sogar vorsätzlich um die genügende Besteuerung gebracht hat und er deshalb zu bestrafen ist.

Immer falsch: Beide Verfahren als isoliert Nebeneinander oder Nacheinander anzusehen.

Was folgt daraus für die Steuerstrafverteidigung?

Sehr einfach: Die zwingend von Anfang an gleichzeitige Vertretung und Verteidigung  beider Rechtspositionen, die des Steuerbürgers gegen ungerechtfertigte oder nicht so gerechtfertigte Besteuerung und die des Bürgers mit Unschuldsvermutung gegen Strafverfolgung.

Zwingend erforderlich ist nahtlose Zusammenarbeit zwischen Strafverteidigung und Steuerberatung. Zwingend erforderlich ist, sich die Wechselwirkungen von Besteuerungs- und Strafverfahren zu Nutze zu machen. Zwingend erforderlich ist ferner, den gezielten Einsatz dieser Wechselwirkungen durch Finanzbehörde und Strafverfolgung zu erkennen und den Bürger dagegen zu verteidigen.

Grundfalsch ist, die Verfahren gedanklich trennen zu wollen. Grundfalsch ist, dass die Berater im einen und die Berater im anderen Verfahren isoliert arbeiten, ohne sich von Anfang an und durchgehend bis zum Ende abzustimmen, ohne gemeinsam ein Gesamtvertretungsziel zu erarbeiten und ggf. anzupassen und ohne auf das jeweils anderen Verfahrensziel des Betroffenen Rücksicht zu nehmen, sich dabei ständig zu informieren.

Zwingend ist nämlich, die Sachkompetenz der Steuerberatungsgesellschaft, deren Erfahrungen und deren Vertrauen beim gemeinsamen Mandanten ohne Reibungsverlust zu verbinden mit dem speziellen Blickwinkel des Verteidigers im Strafverfahren und den Erfahrungen des Steueranwaltes in einem ungewohnt konfrontativen Besteuerungsverfahren.

Das können wir. Fünf von uns sind Fachanwälte für Strafrecht, drei davon gleichzeitig Fachanwälte für Steuerrecht. Als Kanzlei bewältigen wir seit vielen Jahren etwa 300 verschiedene Steuerstrafverfahren neu jedes Jahr bundesweit, vom Routinefall mit schnellem Abschluss bis zu die bürgerliche Existenz und die persönliche Freiheit fundamental bedrohenden Verfahren über Jahre.

Wir veröffentlichen darüber hinaus wissenschaftlich seit vielen Jahren im Steuerstrafrecht, lehren an Universitäten und arbeiten fallbezogen oder im Rahmen von Fortbildungen und präventiv mit Steuerberatern und ihren Verbänden zusammen. Tax Compliance liegt in unserem Bereich.

Wir arbeiten nur in seltenen Ausnahmefällen ohne die tätige Steuerberatung. Die kontinuierliche Abstimmung der eigenen Arbeit mit Blick auf das Gesamtverfahrensziel ist für uns selbstverständlich. Nur auf diese Weise kann optimale strafrechtliche Verteidigung und bestmögliche Interessenvertretung steuerlich gelingen. Wir wissen das aus vielen Jahren Erfahrung.

Nehmen Sie Kontakt auf oder lassen Sie Ihre Steuerberatung zu uns Kontakt aufnehmen, schon wenn ein Besteuerungsvorgang ungewöhnlich konfrontativ zu werden oder in ein Steuerstrafverfahren zu münden droht. Vielleicht genügen dann ein interner Rat oder eine diskrete Risikoabschätzung durch uns. Je früher unsere Mitarbeit, desto effektiver können wir helfen.

Was sind die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zum Sozialversicherungsstrafverfahren?

Absolut gemeinsam:

Die Einheitlichkeit des Verfahrens, die Untrennbarkeit der Interessenvertretung, der Zwang zur Abstimmung der jeweiligen Verfahren und ihrer Vertreter und die Formulierung und kontinuierliche Überprüfung eines Gesamtvertretungszieles.

Unterschiede:

Sozialversicherungsbehörden in Gestalt der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) bei den Hauptzollämtern als Spezialermittlungsbehörden verfügen gegenwärtig immer noch über sehr unterschiedliche Erfahrungshorizonte. Zuweilen werden Vorgänge kriminalisiert, die sozialversicherungsrechtlich diskutiert werden mögen – bei denen aber ein Straftatverdacht objektiv betrachtet äußerst fern liegt. Bundesländer spezifisch scheint sogar zuweilen Sozialrechtspolitik auf zweifelhafter Rechtsgrundlage bei der Intensität staatlicher Eingriffe eine Rolle zu spielen.

Die Zusammenarbeit der FKS mit den Finanzämtern im Bereich der Lohnsteuer gestaltet sich örtlich unterschiedlich, gleiches gilt für die Zusammenarbeit mit der dahinterstehenden Rentenversicherung einerseits und der Staatsanwaltschaft als Strafverfolgungsbehörde andererseits.

Hierauf muss im Einzelfall Rücksicht genommen werden. Wir haben dazu die nötigen Erfahrungen, gesammelt über mittlerweile sehr viele Jahre Tätigkeit. Wichtig ist aus unserer Sicht ebenso wie bei einem Steuerstrafverfahren insbesondere, nicht unter dem subjektiven Druck der Strafverfolgung sozialversicherungsrechtlich belastbare Rechtspositionen aufzugeben.

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf, sobald die ruhigen, für den Unternehmer oftmals kaum merkbaren Bahnen der üblichen Sozialversicherungsprüfung im Einzelfall verlassen werden.

Gibt es eine Durchsuchung im Steuer- oder Sozialversicherungsstrafverfahren, helfen wir Ihnen sofort. Rufen Sie uns an.

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